Nützliche Assistenten – oder unheimliche Spione?
Digitale Überwachung im Alltag
Wenn wir googeln, hinterlassen wir Spuren im Internet, das ist bekannt. Wenn wir in sozialen Netzwerken angeben, was wir mögen, welche Musik wir hören und was uns sonst so interessiert, wird das verwendet, um ein komplettes Profil von uns zu erschaffen, und um uns dann passgenaue Informationen und Werbung zu schicken. Auch das überrascht informierte und interessierte Internet-User heute nicht mehr. Doch werden wir darüber hinaus überwacht? Warum bekommen wir manchmal passgenau Werbung per Mail zugeschickt oder angezeigt, obwohl wir nicht konkret per Texteingabe nach einem solchen Produkt gesucht haben? Sind die Mikrofone unserer Smartphones, Tablets oder auch der Sprachassistenten, die in immer mehr Haushalten stehen, etwa doch stets offen? Nicht nur, wenn wir Siri oder Alexa oder Echo konkret etwas fragen – sondern ohne Pause? Professor Ingo Timm ist Sprecher des Fachbereichs Künstliche Intelligenz der Gesellschaft für Informatik an der Universität Trier. „Sicher kann man sich nie sein, was die großen Akteure letztendlich mit den Daten machen. Auch Experten können das nicht komplett herausfinden, und so muss man offiziellen Aussagen der Firmen vertrauen – was nicht jeder tut.“ Das mag erschreckend klingen. Auf der anderen Seite wollen ja alle den optimal funktionierenden Assistenten – ob Alexa, Google, Siri oder andere. Diese Assistenten sollen etwas können und bieten – und sie sollen nicht jedem das gleiche erzählen, sondern sich dem User anpassen. Télécran hat sich das Ganze mal genauer angeschaut.
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