Festival „Kufa’s Urban Art“
Kunst aus der Dose
Kopfhörer im Ohr, Spraydose in der Hand, rot-lila Frauenkopf auf der Mauer fast fertig – wer Raphaël Gindt zufällig in Herserange nahe Longwy Mitte Juni in Aktion sah, dachte sicherlich an wilde, illegale Graffiti-Kunst. Doch der junge Luxemburger gehört zur neuen Generation der Straßenkünstler. Sie hinterlassen ihre farbenfrohen Spuren im öffentlichen Raum ohne jeden Verdacht von Vandalismus. Das auf eine Fläche von 2,5 mal 6 Meter aufgesprühte Kunstwerk ist sogar eine Auftragsarbeit, entstanden im Rahmen des Festivals „Kufa’s Urban Art“. Den ganzen Juni über setzen 20 internationale Künstler an zehn Orten in der Großregion ihre Ideen von Straßenkunst um: von Wiltz bis Trier, von Libramont bis Villerupt, von Longwy bis Ettelbrück werden leuchtend bunte Wandmalereien, minimalistische Kunstwerke oder aus der Vogelperspektive spektakuläre Land Art-Projekte entstehen.

Der Standort der Kulturfabrik, Esch/Alzette, bildet das Herzstück dieser Initiative zur Belebung des öffentlichen Raums. An vielen Ecken der Minette-Stadt werden in der letzten Juni-Woche Pinsel und Sprühdosen ganz offiziell zum Einsatz kommen. Sieben Künstler werden sieben Orte etwas bunter hinterlassen, als sie sie vorgefunden haben. Raphaël Gindt gehört dazu. Er wird auch beim Abschlussfest am 1. Juli einen Workshop leiten, um Jugendlichen zu zeigen, wie Urban Art geht. Mehr dazu im neuen Télécran.
Filmtipps des Tages
Amistad auf ARTE um 20:15