Sieger des Unicef-Schülerwettbewerbs
„Wir fühlen uns vergessen“
Während des Lockdowns standen Hafsatou die Haare zu Berge. „Als wir über Skype gesprochen haben, hast du sie versucht, unter einer Mütze zu verstecken, weißt du noch?“, erinnert sich ihre Lehrerin Anne Zenner. Hafsatou nickt und lacht. Ihre Haare frisiert ihr sonst immer ihre große Schwester. Doch die konnte Hafsatou wegen Corona lange Zeit nicht sehen. „Ich habe sie sehr vermisst“, sagt die 12-Jährige. An diesem Tag Mitte Januar sitzt sie in einem Klassenzimmer ihrer Schule, im Centre pour le développement intellectuel in Clerf. Kleine Zöpfe schlängeln sich um ihren Kopf. „Ich darf meine große Schwester wieder umarmen und meine kleine Schwester auch. Ich bin auch geimpft und stolz, dass ich das gemacht habe.“ Ihre kleine Schwester wurde vergangenes Jahr geboren und Hafsatou durfte sie aufgrund der Corona-Auflagen nicht im Krankenhaus besuchen. „Aber mein Papa hat mir viele Fotos gezeigt.“

Die ganze Reportage im neuen Télécran.
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