Rosa Lëtzebuerg zur LGBTIQ -Situation
„Es fehlt an queerer Sichtbarkeit“
Herr Maar, wie steht es um den Schutz der Community in Luxemburg? Fünf Tote bei Schüssen auf einen LGBTQ-Nachtclub in der Nacht zu einem Gedenktag für die Opfer von Transfeindlichkeit in den USA - ist so etwas auch in Luxemburg denkbar?

Was in Amerika passierte, ist sehr tragisch. Es hängt wohl mit einem sehr komplizierten familiären Hintergrund zusammen. Dass so eine Tat bei uns passieren könnte, glaube ich nicht. Der letzte queerphobe Übergriff, der zur Anzeige gebracht wurde, liegt erst zwei Monate zurück. Eine Person wurde im Treppenhaus von einem Nachbarn körperlich angegangen. Allerdings kommt es auch bei uns zu verbalen Angriffen oder Hassbotschaften in Briefkasten von Community-Mitgliedern. Für uns in Luxemburg ist es aber grundlegend schwer, Zahlen oder Beispiele bezüglich queerphober Straftaten vorzulegen, denn eine eigene Statistik gibt es nicht. Ein möglicher Angriff mit Gewalt zum Beispiel wird bei der Polizei unter Körperverletzung geführt. Ob ein queerphober Hintergrund gegeben ist, wird nicht registriert.

Das integrale Interview im neuen Télécran.
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