Geflüchtete aus der Ukraine
Gekommen, um zu bleiben
Als am 24. Februar 2022 die ersten Bomben auf die Ukraine fallen, ist Viktoriia Tymtsias Tausende Kilometer weit weg in Peking. Ihre damals 12-jährige Tochter Karolina ist bei ihrer Großmutter in Kiew. Früh am Morgen schrecken beide durch die Einschläge aus dem Schlaf. So schildert Viktoriia Tymtsias den Tag, der ihr Leben und das tausender weiterer Ukrainer verändert hat.

Seitdem ist viel passiert: Rund acht Monate später sitzt die 34-Jährige in einem eleganten dunkelblauen Kleid hoch oben in einem Büro von Luxinnovation und blickt über das ehemalige Industriegebiet von Esch/Belval. Auf den ersten Blick eine zielstrebige, erfolgreiche, freundliche junge Frau, die weiß, was sie will und was sie kann. Auf den zweiten Blick eine Frau, die nie an diesem Ort sein wollte, die nie geplant hatte, in Luxemburg zu leben und zu arbeiten. „Aber wir haben keine Wahl“, sagt sie.

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