Berichterstattung im Ausnahmezustand
Die Medien in der Corona-Krise
Gegenwärtig erfreuen sich die Medien in Luxemburg angesichts des Informationshungers der Bürger und der Langeweile der zweimonatigen Quarantäne eines ungewöhnlich großen Zuspruches. Das gilt vor allem für Online-Portale, aber auch für Printmedien. Doch es gibt ein Paradox. Denn zugleich geraten die Medien von mehreren Seiten unter beträchtlichen Druck. Neben erschwerten Arbeitsbedingungen bei der Berichterstattung und Existenznöten infolge zurückgehender Werbeeinnahmen müssen sie sich Vorwürfen wie Verlautbarungsjournalismus einerseits und „Fake News“ andererseits erwehren.

Seit dem 18. März dieses Jahres herrscht wegen der Corona-Pandemie offiziell Aus- nahmezustand in Luxemburg. Bis zum Ende des Ausnahmezustandes am 23. Juni regiert die Exekutive mit Verordnungen, das Parlament ist auf „Sparflamme“ gestellt. Bürgerliche Freiheiten und Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit, das Demonstrationsrecht oder das Recht auf freie Religionsausübung sind wegen der Pandemie eingeschränkt worden. Gerade in dieser Lage fällt der „vierten Gewalt” eine entscheidende Informationsrolle zu. Ihre Berichterstattung soll nüchtern und ausgewogen sein. Zugleich soll sie sich aber auch nicht gemein mit den Regierenden machen und zum bloßen Verlautbarungsjournalismus herabsinken, sondern die Regierungspolitik kritisch beleuchten.
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