Das kleine ABC der Hofetikette
Küss die Hand oder doch nicht?
Sogar wer sich sonst sicher auf dem internationalen Parkett bewegt, tritt gelegentlich ins Fettnäpfchen. Bei einem Empfang 2009 im Buckingham-Palast legte Michelle Obama der Königin von England den Arm um die Schulter. Für Traditionalisten ein unverzeihlicher Verstoß gegen die royale Etikette. Die Queen ging über den Fauxpas hinweg, indem sie sich selbst bei der Gattin des damaligen US-Präsidenten unterhakte. Eigentlich hätte Michelle Obama wissen müssen, dass es sich nicht ziemt, die Queen oder ein anderes Mitglied der britischen Dynastie anzufassen. Es gibt Verhaltensregeln, was im Umgang mit den Herrschaften erlaubt ist und was nicht.

Als Durchschnittsbürger ist man nicht unbedingt mit den königlichen Manieren vertraut. Doch gerade hier in Luxemburg ist die Wahrscheinlichkeit, in seinem Leben zumindest einmal auf ein Mitglied der großherzoglichen Familie zu treffen hoch. Denn diese besucht das ganze Jahr über Schulen, Kulturhäuser, Behindertenwerkstätten, Altenheime, Sportveranstaltungen, Unternehmen. Am Vortag des Nationalfeiertags steigt noch mal die Chance, den Herrschaften die Hand zu drücken. Dann nämlich reisen sie durchs Land, um in den Dörfern und Gemeinden Volksnähe zu zeigen. Wer bei der Begegnung einen guten Eindruck hinterlassen will, sollte einige Benimmregeln kennen. Ein Hofknicks wird als höfliche Geste empfunden, wird aber nicht mehr unbedingt verlangt. „Etikette und Protokoll entwickeln sich weiter“, erklärt Isabelle Faber, die viele Jahre Kommunikationsberaterin am großherzoglichen Hof war und heute die Agentur Leitmotif führt. Sie gibt im aktuellen Télécran Tipps, wie jeder im Umgang mit den Hoheiten eine gute Figur abgeben kann.
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