Ein Sport für stahlharte Typen
Kreischende Motorsägen und fliegende Späne
„Anfangs habe ich den Nachbarn in Büschdorf oft erklären müssen, was ich hier mache, doch inzwischen haben sie sich daran gewöhnt“, sagt Mike Berkes mit einem Grinsen. Der 32-Jährige ist ein mittelgroßer Typ mit gepflegtem Vollbart und Tätowierungen an den Oberarmen – und hat – wie auch Marc Hermes – ein schlagkräftiges Hobby. Sie beide sind nämlich Sportholzfäller. Bei Meisterschaften und Wettkämpfen der Stihl Timbersports Series, die als die Königsklasse im Sportholzfällen gilt, messen sich Sportler in drei Axt- und drei Sägedisziplinen. Als Königsdisziplin gilt das „Springboard“. Hier müssen mit einer Axt zwei Kerben, genannt „Pocket“, in einen aufrecht fixierten Baumstamm geschlagen werden, um darin jeweils ein Trittbrett (Springboard) zu verankern. Darauf stehend (in rund 2,80 Metern Höhe) muss dann ein auf der Spitze befestigter Baumstamm mit der Axt durchtrennt werden. Der Weltrekord liegt hier bei 35 Sekunden. Das Sportholzfällen ist ein schweißtreibendes Hobby. Das steht außer Frage. Dazu ist es aber auch eine sehr kostspielige Angelegenheit. Neben der Sicherheitsausrüstung kostet vor allem das technische Equipment viel Geld. Am tiefsten in die Tasche greifen muss man für die „Hot Saw“, eine PS-gewaltige, extrem leistungsstarke Motorsäge. Eine „Hot Saw“ gibt es nicht im Handel zu kaufen, sondern sie wird immer individuell gebaut. Eine Spezialanfertigung eben, die schnell mal mehrere Tausend Euro verschlingt. Auf was es bei dem Sport ankommt, wieviel genau die Ausrüstung kostet und welches Teil einen Höllenlärm verursacht, erfahren Sie im neuen Télécran.
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