Serie: Tipps für Fotos
Glückliche Kinderwelt
Am liebsten mache ich Fotos, wenn wir in freier Natur sind und spazie­ren gehen. Meine Bilder dienen wohl der Dokumentation, aber ich versuche auch, sie künstlerisch zu gestalten. Deshalb experimentiere ich viel, entweder vor der Aufnahme durch spezielle Kameraeinstellungen oder durch eine nachträgliche Bearbeitung am Rechner. Allerdings bin ich nicht sehr geduldig, was die Vorbereitung angeht. Ich plane selten im Voraus, eine bestimmte Art Bild zu erzielen. Bei Kindern muss meist alles ziemlich fix gehen, denn der ideale Moment, um auf den Auslöser zu drücken, vergeht im Nu. Deshalb nutze ich oft das Automatik-Programm und einen Serien-Modus, der mir einen ganzen Rutsch von Bildern liefert, aus dem ich dann das gelungenste Bild auswählen kann. Auf diesem Weg kann man auch bei Aufnahmen, für die ein Kind posiert und dadurch meist etwas erstarrt wirkt, noch einen natürlichen Ausdruck erhaschen, der die Persönlichkeit widerspiegelt.

Die Mädchen sind daran gewöhnt, dass ich meine Kamera überall hin mitnehme, und wenn mir ein bestimmter Ort oder die Stimmung der Kinder gefällt, knipse ich spontan. Zurzeit nutze ich eine Fujifilm X-E3 mit dem Objektiv Fujinon XF- 35mm f/1.4. Meine technische Ausrüstung war schon mal umfangreicher, doch etliche Kameras wurden mir bei einem Einbruch gestohlen. Vorher nutzte ich ebenfalls einen Zoom 18-55 mm, doch Porträts mit der festen Brennweite, die ich mir vor Kurzem zugelegt habe, gelingen derart gut, dass ich die Bilder nachträglich kaum noch bearbeiten muss. Ich bin zufrieden mit der Qualität dieser lichtstarken Linse, weil sie zudem wunderschöne Bokehs ergibt – also Unschärfen und Lichtphänomene, die das Motiv umgeben und sehr ästhetisch wirken. Die Ergebnisse bei Schwarz-Weiß-Bildern sind ebenfalls ausgezeichnet. Mehr dazu im neuen Télécran.