Ausstellung „Alles fir d'Kaz”
Niedliche Jäger mit scharfen Krallen
Worin liegt zwischen Hund und Katze der Unterschied? Beide stammen vom gleichen Urahn Miacis, dem ersten raubtierähnlichen Lebewesen, ab. Winston Churchill, britischer Premier und Katzenliebhaber, erklärte es so: „Hunde schauen zu uns auf, Katzen schauen auf uns herab.“ Stellt sich die Frage, wieso sich dann die stolzen Katzen vom Menschen domestizieren ließen. Wie kam es zum Wandel von der Wild- zur Hauskatze, vom Sibirischen zum Stuben-Tiger?

Die neue Sonderschau „Alles fir d’Kaz“ im Naturmuseum, die Edmée Engel und Jean-Michel Guinet in Zusammenarbeit mit dem LWL-Museum für Naturkunde aus Münster entwarfen, zeigt ausgestopfte Samtpfoten in allen Lebenslagen und von allen Kontinenten. Auf dem Catwalk tummeln sich Gepard, Junglöwe, Karakal, afrikanischer Leopard und bengalischer Tiger.

Das Plakat „Die liebe Verwandtschaft“ klärt den Besucher auf, dass zu den heute lebenden Katzenartigen neben den eigentlichen Katzen noch fünf weitere Familien gehören: die Schleichkatzen, Pardelroller, Mangusten, Hyänen und Madagassische Raubtiere. Diese Familien haben aber nur wenig Ähnlichkeit mit den eigentlichen Katzen.

Der Eroberungsfeldzug ins Herzen der Menschen ist den Hauskatzen gelungen, die sich jedoch ein Stück weit ihre Eigenwilligkeit und Unbezähmbarkeit bewahrt haben. Ausbeutung und Tierquälerei überschatten aber heute die wechselvolle Beziehung zum Menschen. Daher ergänzen Kapitel zu Themen wie Zootiere, Zuchtkatzen, Tierversuche, bedrohte Wildtierarten, Trophäenhandel oder Pelzzucht die Ausstellung.
Filmtipps des Tages
Piège en eaux troubles auf RTL 9 um 20:40
Timbuktu auf ARTE um 20:55
Captain America : First Avenger auf FRANCE 4 um 20:55