Radfahren in Luxemburg
Prekäres Nebeneinander
Fast alltäglich erscheint die Erfahrung, dass dort, wo verschiedene Verkehrsmittel „aufeinanderprallen”, einige Verkehrsteilnehmer ein rücksichtsloses bis gefährliches Verhalten an den Tag legen: Autofahrer, die haarscharf an Radfahrern vorbeirasen oder sie beim Abbiegen „übersehen“; Radfahrer, die genauso haarscharf an Fußgängern vorbeischießen, auf dem Bürgersteig fahren oder andere elementare Verkehrsregeln missachten; Fußgänger, die sich abkapseln und ihre Umgebung kaum mehr wahrnehmen, weil sie ihren Blick starr auf das Handy richten, Musik über Kopfhörer hören oder auf Radwegen „lustwandeln“.

So beschwert sich eine Leserin aus Bereldingen über Rennradfahrer, die mit großer Geschwindigkeit Fußgänger und langsamere Rad- und E-Bike-Fahrer überholten, ohne sich zumindest mit Klingeln anzukündigen und Abstand zu halten. Solch rücksichtslose Raser hätten nichts auf den Wegen verloren und sollten auf der Straße fahren.

Auch Denise Beffort beklagt, dass immer mehr Radfahrer dort, wo kein Radweg für sie gibt, auf dem Bürgersteig fahren, obwohl dies verboten sei. So hätten vor zwei Jahren Radrowdys eine Bekannte von ihr auf dem Bürgersteig angefahren, die zweimal an der Schulter operiert worden sei und bis heute über Folgen klage. Auch Elektroroller seien „häufiger auf dem Bürgersteig als auf der Straße“ zu sehen. Sie fordert die Politiker auf, ihrer Verantwortung nachzukommen. Weitere Leserreaktionen finden Sie in der neuen Télécran-Ausgabe.