Gespräch mit zwei Publizisten
„Wer seriöse Informationen will,
sollte seriöse Medien konsultieren“
Wie gelingt den Medien die Gratwanderung zwischen „Verlautbarungsjournalismus“ einerseits und einer rein negativen Berichterstattung, bis hin zur Panikmache, andererseits?

Victor Weitzel: Während dieser Krise hat die Presse ihren Job getan. Sie hat über die praktischen Maßnahmen in- formiert, einiges kritisch beleuchtet, Experten auch kontradiktorisch zu Wort kommen lassen, viele Fallberichte von Ärzten, Pflegern, Kranken, alten Menschen, die von ihren Familien isoliert wurden, Zivilschützern, anderen Betroffenen, wie die von der Krise wirtschaftlich stark in Mitleidenschaft gezogenen Klein- und Mittelunternehmer, veröffentlicht. Es gab keine Panikmache. Es gab Verständnis und Wohlwollen. Und was auch auffällt, das sind die vielen Leserbriefe, oft von sehr hoher Qualität. Die Presse hat das ungeheure zivile Kapital, das in Luxemburg vorhanden ist, gut dokumentiert.

Jochen Zenthöfer: Die Medien müssen auch während einer Pandemie kri- tisch berichten. Aber wir brauchen keine Kritik nur der Kritik willen. Die luxemburgische Regierung hat vieles sehr richtig gemacht bei der Be- kämpfung von Corona. Das darf man als Journalist auch so bewerten. Man darf auch sagen, dass manche Kritik – etwa von Gewerkschaften – übertrieben ist.

Das ganze Interview im neuen Télécran.
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