ARTE
  • REPORTAGE
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RE:
FRAUEN IM RIESENTRUCK - DAS ENDE EINER MÄNNERBASTION
Reportage
Das Fahren von Schwerlasttransporten gilt als die Königsdisziplin der Trucker. Bis vor wenigen Jahren waren die sperrigen Ungetüme mit Überlänge, Überbreite und Begleitfahrzeugen eine der letzten Männerbastionen. Doch die ersten Frauen sind auf den Fahrersitz der Riesentrucks gerückt und transportieren Lasten durch ganz Europa
In einer Welt voller grobschlächtiger Typen, Diesel-Dunst und Reifenabrieb sind Truckerinnen mit Schwerlasttransporten noch eine Ausnahme. Ob die Frauen nun selbstbewusst die Genderdebatte ignorieren oder in den sozialen Netzwerken bewusst mit Klischees spielen - fest steht: Ihr Job ist hart - und sie lieben ihn. Besonders schwere und große Lasten werden auf Europas Straßen nur zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens transportiert. Die Fahrer und Fahrerinnen dürfen höchstens zwei Mal vier Stunden am Steuer sitzen. Danach müssen sie eine neunstündige Ruhepause einlegen. Gehalten werden darf nur an extra dafür ausgewiesenen Autobahnparkplätzen. Die Reportage begleitet zwei Truckerinnen in ihrem Alltag: Iwona Blecharczyk (35) fährt seit zehn Jahren von Polen aus durch ganz Europa. Für sie der schönste Job der Welt. Diesmal geht es mit einem 35 Tonnen schweren Windkraft-Rotor in den Stückguthafen Bremen Neustadt. Immer mit dabei: Iwonas Follower. Hundertausende folgen den Abenteuern des «Trucking Girl» in den sozialen Medien. Was am Anfang nur ein Zeitvertreib für die langweiligen Stunden auf Rastplätzen war, ist für Iwona Blecharczyk zum lukrativen Zweitjob geworden. Sogar eine Barbiepuppe wurde nach ihrem Vorbild gestaltet. Auch Anja Bowens (36) setzt sich in der Männerwelt der Schwerlasttrucker durch. Ihr Make-Up-Koffer bleibt zuhause, denn den Begriff «Trucker Babe» mag sie nicht, und auf der drei Nächte dauernden Fahrt von Bayern nach Norditalien reichen ihr Wasserkanister und Zahnbürste am Straßenrand
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