18.01.2019 > 18.01.2019
Ausstellungen
AM ZOPF AUS DEM SUMPF

Zielpublikum : Alle

Veranstalter :

Veranstaltungsort : CAPE - Centre des Arts Pluriels Ettelbruck

Straße : 1 place Marie-Adélaïde

Haus/ Gebäudenummer :

Postleitzahl : L-9063

City : Ettelbrück (lu)

Eintrittspreis : 0 / 0

Webseite : hier klicken

Tel :

Email :

"Wer je bei einem Ausflug in einem Sumpf zu versinken droht, der sollte sich an diese Geschichte erinnern, die ich wirklich erlebt habe. Bei einem Ausflug gerieten mein Pferd und ich eines Tages in sumpfiges Terrain. (...) Mein Pferd und ich wären hoffnungslos versunken, wenn ich es nicht geschafft hätte, mich samt Pferd an meinem eigenen Haarschopf aus dem Sumpf zu ziehen."  Gottfried August Bürger, Die wundersamen Geschichten von dem Baron Münchhausen.
Was passiert im CAPE?
Yann Annicchiarico installiert im Foyer des CAPE eine Szenographie, die aus Fenster-, Tür-, und Wandelementen besteht. Aneinandergereiht öffnen diese szenographischen Module den dreidimensionalen Raum und werden durch eine Lichtshow auf die blickdicht gestaltete Fensterfront des Foyers projiziert. Durch Bewegung und Veränderung des Blickwinkels erfahren die Betrachtenden den Raum auf unterschiedlichster Weise. Sei es von innen oder von außen. Denn die Projektion ermöglicht auch außerhalb des Gebäudes weitere Standpunkte des Betrachtens, sodass selbst zufällige Passanten miterleben können, was im CAPE vor sich geht. Der 1983 geborene Luxemburgische Künstler absolvierte sein Studium an der École nationale supérieure des beaux-arts in Lyon, wurde 2015 von der CAL mit dem Prix Révélation ausgezeichnet und war 2018 für den LEAP (Luxembourg Encouragement for Artists Prize) nominiert.

Der Künstler baut auffallend viele Gestelle und Ständer, um sowohl Blick als auch Körper der Betrachterinnen und Betrachter seiner subtilen Regie zu unterwerfen. Die Nutzbarkeit ist den Gestellen zwar immer eingeschrieben, gleichzeitig folgt sie allein kunstimmanenten Funktionen. Dieser Prozess des Kunstschaffens unterwirft er seinem freudvollen Spiel mit dem Zufall. Seine Arbeit hat dadurch etwas Leichtes, getragen von einer rätselhaften Selbstverständlichkeit und ruhigen Souveränität, die letztlich daraus entsteht, dass sich künstlerisches Tun nicht maßgeblich durch ihn selbst als den schaffenden Künstler ergibt. Durch die Tolerierung von Zufällen gibt er den Dingen eine Bedeutung, die ihn zum Künstler werden lässt und nicht umgekehrt. Annicchiarico lebt aus seinen Kunstwerken und nicht umgekehrt. (vgl. Frank- Torsten Moll, Eupen, 2018)

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