PHOENIX
  • DOKUMENTATION
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WER BEHERRSCHT DEN OSTEN?
STAAT - MACHT - GELD
Dokumentation
Regie: Ariane Riecker.
Mehr als 25 Jahre nach der Wiedervereinigung sind Ostdeutsche in Führungspositionen noch immer stark unterrepräsentiert. Lediglich etwa 20 Prozent der Führungskräfte in Ostdeutschland stammen auch aus dem Osten, wie eine exklusive Studie der Universität Leipzig im Auftrag des MDR ergab. Demnach betrifft die Situation alle Bereiche. Die Ergebnisse zeigen, dass 25 Jahre nach der Wiedervereinigung zwar eine Annäherung der Lebensverhältnisse in Ost und West stattgefunden hat. "Eine Annäherung bei den gesellschaftlichen Eliten fand jedoch nicht statt", sagte Professor Olaf Jacobs vom Institut für Kommunikation- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig. Jacobs leitete die Studie. Zum Teil sei sogar eine gegenläufige Entwicklung zu beobachten, die Zahl der ostdeutschen Führungskräfte gehe im Vergleich zu vor zehn Jahren zurück. "Unter anderem sitzen in den fünf Landesregierungen weniger Politiker mit ostdeutscher Herkunft als 2004, der Anteil sank von 75 auf 70 Prozent", sagte Jacobs. An der Spitze der 100 größten ostdeutschen Unternehmen sei der Anteil von 35,1 auf 33,5 Prozent gesunken. An Universitäten und Hochschulen habe sich der Anteil ostdeutscher Rektoren innerhalb der vergangenen zehn Jahre gar fast halbiert. "Von insgesamt 60 Staatssekretären der Bundesregierung stammen drei aus dem Osten, 2004 waren es immerhin noch sechs". Lediglich in der Justiz, in Teilen der Wirtschaft, in der Bundeswehr sowie in einigen Medienbetrieben ist laut Studie ein sehr langsames Nachrücken der Ostdeutschen in Führungsfunktionen festzustellen. Bundesweit sehe die Situation noch schlechter aus. Mit nur 1,7 Prozent sind Ostdeutsche unter den Führungskräften so gut wie gar nicht vertreten, wie die Studienmacher feststellten
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