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GEBOREN AM 13. JULI 1945 - JÜRG MARQUARD
Serie doku
Regie: Christoph Müller.
Im zweiten Teil der «DOK"-Serie «Geboren am...» geht es um Verleger Jürg Marquard, Heinrich Müller und Eveline Engelmayer, die alle am 13. Juli 1945 auf die Welt gekommen sind. Drei Lebenswege, die unterschiedlicher nicht sein könnten
Er ist mit ein paar Tausend Franken gestartet und gehört heute zu den 300 reichsten Schweizern: Jürg Marquard, Verleger und Unternehmer. Er lebt in einer luxuriösen Villa in Herrliberg. Ferien macht er auf seiner Jacht, in seiner Garage stehen Luxuslimousinen und edle Sammlerstücke, für Geschäftsreisen nimmt er gerne den Businessjet. Kurz: Jürg Marquard inszeniert sich als Verkörperung des erfolgreichen Unternehmertums schlechthin. Geboren wird Jürg Marquard am 13. Juli 1945 als Sohn eines Zahnarztes in Urdorf. Den Grundstein für seinen Aufstieg zum millionenschweren Verleger setzt er als 20-Jähriger mit der Jugendzeitschrift «Pop», später bekannt als «Pop/Rocky», der zweitgrössten Jugendzeitschrift hinter «Bravo». Dazu moderiert «Mister Pop» Musiksendungen im Radio und fährt schon bald mit dem ersten eigenen Ferrari vor. Heute ist Jürg Marquard in dritter Ehe verheiratet und engagiert sich als Investor für Startup-Unternehmen. Glamour, Geld und Models: Diese Welt ist für Heinrich Müller weit weg, als er am 13. Juli 1945 in eine Bauernfamilie in Walenstadtberg geboren wird. Als Mechaniker erlebt er in Zürich Aufstieg und Niedergang der Schweizer Maschinenindustrie mit: fast sein ganzes Berufsleben verbringt er bei der Zahnradfabrik Maag, bis die dritte Entlassungswelle auch ihn trifft. Heinrich Müller kehrt im Alter dorthin zurück, wo sein Lebensweg begonnen hat: nach Walenstadtberg. Er blickt zurück auf ein bescheidenes, aber zufriedenes Leben: «Ich habe nie Schulden gemacht, darauf bin ich stolz.». In privilegierten Verhältnissen aufgewachsen ist Eveline Engelmayer. Ihr Vater, ein jüdischer Unternehmer, kann seiner Familie Vieles bieten. Das wichtigste Gut aber ist unbezahlbar: ein Leben in Sicherheit. Eveline Engelmayer wird am 13. Juli 1945 nur wenige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, in Zürich geboren. Die Verfolgung, die Flucht von Angehörigen in die Schweiz: ein Tabuthema, über das man in der Familie nicht gerne spricht. Eveline Engelmayer wächst in einer jüdisch-orthodoxen Gemeinschaft auf. Sie heiratet einen Zahnarzt und macht eine Ausbildung zur Dentalhygienikerin. Eine Zäsur ist der Tod ihres Ehemannes nach 40 Jahren Ehe. Eveline Engelmayer muss sich noch einmal neu orientieren. Halt gefunden hat sie im Tanz, im Tango
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