3 SAT
  • ENTDECKUNG
15:30
16:15
WANDERLUST
DER SAAR-HUNSRÜCK-STEIG
Dokumentation
Regie: Bernd Girrbach.
Der Saar-Hunsrück-Steig ist kein historischer Weg, sondern wurde erst 2007 "erfunden". Er beginnt am Dreiländereck Frankreich-Deutschland-Luxemburg und führt über etwa 220 Kilometer bis mit einem Abstecher via Trier nach Idar-Oberstein. Derzeit wird er bis zum Rhein verlängert
Der Saar-Hunsrück-Steig ist kein historischer Weg, sondern wurde erst 2007 "erfunden". Er beginnt am Dreiländereck Frankreich-Deutschland-Luxemburg und führt über etwa 220 Kilometer bis mit einem Abstecher via Trier nach Idar-Oberstein. Derzeit wird er bis zum Rhein verlängert. Der Weg zieht jährlich rund 100.000 Wanderer an und ist längst ein Wirtschaftsfaktor im abgelegenen und industriearmen Hunsrück. Der Reiseführerautor Bradley Mayhew hat noch nie vom Hunsrück, dem Mittelgebirge zwischen Rhein und Mosel am Südwestrand Deutschlands, gehört. Ein Freund hat ihm die Trierer Geografin Kerstin Schneekloth als Wandergefährtin vermittelt. Und Bradley Mayhew ist gespannt. Lieblich und unspektakulär ist der Weg, doch so angenehm in die Landschaft inszeniert, dass es entspannend ist, ihn zu gehen. Ein "Gute-Laune-Hike", findet Bradley, der viel erlebt im Hunsrück. Die Saarschleife, einen Backclub der Frauen von Waldhölzbach mit einem Mönch aus Thailand. Er trifft auf den Chefdesigner des Keramikherstellers Villeroy & Boch, genießt die Akustik des Doms zu Trier und trifft den Kellermeister von Schloss Marienlay im Ruwertal. Der Riesling ist herrlich, nur der Rucksack ist danach doppelt schwer. Bald treffen Bradley und seine Begleiterin Kerstin einen "gemischten Männerchor" aus Saarbrücken, der nur aus Männern besteht. Dann stehen 30 Männer im Wald, mittelalterliche "Heckenzeichen" in der Hand, ziehen für einen "Rosenkranz" Lose aus dem Hut. "Pretty exotic", meint Bradley. Leider muss Kerstin irgendwann zurück zur Arbeit. Bradley wandert allein über Wiesen, Felder und Hochmoore, quert den Viadukt der stillgelegten Hunsrückbahn und verläuft sich. Andreas Jaschok vom Bornwiesenhof nimmt Bradley mit zum Kühetreiben, Melken und einem Frühstück unterm Apfelbaum. Beim Wandern kann man was erleben! Vorbei ist die Zeit, als Wandern ein Rentnersport war. Heute ist es jung, grün und trendy. Am besten in Erinnerung blieben die Begegnungen, meint Bradley: "Nah dran ist man nur zu Fuß."
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